Schmalenbach-Lecture

Die Schmalenbach-Lectures sind Gemeinschaftsveranstaltungen mit ausgewählten Lehrstühlen und Instituten. Mitglieder, Freunde und Förderer der Schmalenbach-Gesellschaft werden per E-Mail zu den Lectures eingeladen; die Teilnahme ist kostenfrei. Die Lectures finden an den jeweils gastgebenden Universitäten statt.

 

SAVE THE DATE

 

Schmalenbach-Lecture Düsseldorf

  • Digitalisierung im Finanzbereich – Der Mensch im Mittelpunkt

  • Luca Mucic / Mitglied des Vorstands / SAP SE

  • 21. November 2018, 13.00-14.15 Uhr mit anschließendem Empfang

  • Düsseldorf / Heinrich-Heine-Universität / oeconomicum (Gebäude 24.31) – Seminarraum 3/4

Digitalisierung ist eines der meistdiskutierten Themen der heutigen Zeit. Doch wie wirkt sich das Spannungsfeld von Big Data, künstlicher Intelligenz und Automatisierung auf Unternehmensfinanzierung, Rechnungswesen und Besteuerung aus? Im Rahmen der Schmalenbach-Lecture wird dieses spannende Thema aus der Sicht eines weltweit führenden Softwareanbieters diskutiert. SAP steht hier vor der dualen Herausforderung, selbst die Auswirkungen auf Unternehmensführung und -steuerung zu stemmen, und dies anderen Unternehmen durch diesbezügliche Softwarelösungen ebenfalls zu ermöglichen.

Die Schmalenbach-Lecture ist Teil der Auftaktveranstaltung des Studienschwerpunkts „add | hhu – audit, digitization & digital science“ an der Heinrich-Heine-Universität. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten jedoch um Anmeldung unter sg@schmalenbach.org

 

RÜCKBLICK

 

3. ikf-Schmalenbach-Lecture Bochum

  • Abgang? Europas Selbstbehauptung in einer globalisierten Welt

  • 14. Juni 2018  / Ruhr-Universität Bochum

Nach der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit haben sich die meisten Länder Europas ökonomisch stabilisiert – das Wachstum des BIPs wird für die Jahre 2017 und 2018 auf durchschnittlich 2,3 % geschätzt. Doch die Perspektive der EU ist seit dem angekündigten Brexit unklarer denn je. Mit dem Abgang Großbritanniens würde der Wirtschaftsraum ein «Schwergewicht» verlieren, nicht nur einen großen Beitragszahler, sondern auch einen wichtigen Politikgestalter mit globaler Perspektive. Trotz des hohen Zeitdrucks schleppen sich die Austrittsverhandlungen hin, und es stellt sich zunehmend die Frage, ob ein «Chaos-Brexit», also ein mehr oder weniger unkontrolliertes «Herausstolpern» Großbritanniens noch verhindert werden kann. Dies wäre gerade für Unternehmen hier zu Lande fatal, da Großbritannien nach den USA und Frankreich der drittgrößte Abnehmer deutscher Warenexporte ist. Zu erwarten sind daher insbesondere Nachfragerückgänge, eine höhere Komplexität durch unterschiedliche Regulierungen und steigende Abgabenbelastungen durch Zollschranken. Allerdings machen die unklaren Rahmenbedingungen eine proaktive Vorbereitung von Unternehmen auf diese Veränderungen schwierig.

Auch in der europäischen Finanzwelt kommt es zu einer Neuvermessung. Zumindest die international tätigen Banken auf dem Kontinent müssen Teile ihres Geschäfts in ein EU-Land verlagern, Datenberge transferieren, IT-Systeme umbauen, Arbeitsplätze umstrukturieren, Verträge mit Kunden überarbeiten und Kapital neu allokieren. Welche Auswirkungen ergeben sich daraus für das relative Gewicht des Finanzplatzes Deutschland, und inwiefern berührt dies wiederum die Ergiebigkeit unterschiedlicher Kapitalquellen für die Finanzleiter deutscher Unternehmen?

Auf politischer Ebene ist nach dem Brexit-Votum eine Diskussion über die institutionelle Weiterentwicklung der EU entbrannt. Dabei muss ein Ordnungsrahmen gefunden werden, der die Bewältigung der Herausforderungen aus Globalisierung, Digitalisierung und demographischem Wandel ermöglicht. Doch die Ansichten über die in diesem Prozess zu verfolgenden Prinzipien gehen innerhalb Europas deutlich auseinander:

  • Soll es mehr Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Staaten oder mehr gemeinschaftliches Handeln geben?
  • Inwieweit gilt der Grundsatz der Subsidiarität?
  • Wie kann die Einheit von Haftung und Kontrolle gewährleistet werden?
  • Gehört einer weiteren Handelsliberalisierung oder aber Protektionismus und Abschottung die Zukunft?

Noch fehlt der «Europäische Masterplan», um im globalen Strukturwandel ökonomisch, politisch und gesellschaftlich zu bestehen. Kann Europa seine Wettbewerbsvorteile verteidigen oder ist der Abgang aus der ökonomischen Spitzengruppe unvermeidlich? Welche Konsequenzen hätte ein Abstieg für die deutschen Unternehmen und wie können sie mit den sich abzeichnenden Risiken umgehen? Diskutieren Sie diese Fragen mit führenden Experten aus unternehmerischer Praxis und Wissenschaft.

Diese Fragen diskutierte Prof. Dr. Stephan Paul mit Werner Hoyer, Präsident der Europäische Investitionsbank, Wolfgang Langhoff, Vorsitzender des Vorstands der BP Europa SE, sowie Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, RWI, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

 

Schmalenbach-Lecture München

  • "Herausforderungen des digitalen Wandels aus Sicht des CFO"

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  • Gastredner: Stefan Krause / Gründer und CEO Evelozcity und Präsident der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.
  • Diskussion: Prof. Dr. Deborah Schanz / Institut für betriebswirtschaftliche Steuerlehre / LMU München
  • 22. Januar 2018
  • Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Schmalenbach-Lecture Köln

  • "Digitalisierung und Vernetzung sowie Lösungen bei Bosch"

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  •  Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer / Stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung / Robert Bosch GmbH

  • Diskussion unter Leitung von Prof. Dr. Mark Ebers / Seminar für ABWL, Unternehmensentwicklung und Organisation / Universität zu Köln 

  • 14. Juli 2017 / Universität zu Köln

 

2. ikf-Schmalenbach-Lecture

  • Sicher? Zehn Jahre Finanzmarktkrise - was haben wir gelernt?

  • 22. Mai 2017

  • Ruhr-Universität Bochum

Im Juni 2007 – also vor fast genau zehn Jahren – brach nach der Schließung zweier Fonds von Bear Stearns die Finanzmarktkrise aus. Im Anschluss an die Lehman-Insolvenz im September 2008  resultierte hieraus die schwerste Störung der Weltwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Regierungen und Zentralbanken haben mit unterschiedlichen Instrumenten reagiert, um die nachfolgenden Schockwellen abzufedern: Die Finanzmärkte wurden mit Liquidität geflutet, Staatshaushalte zur Ankurbelung der Konjunktur massiv ausgeweitet und die Handlungsspielräume von Kreditinstituten durch eine Verschärfung der Regulierung eingeschränkt. Ist die Weltwirtschaft dadurch sicherer geworden? Mittlerweile zeigt sich ein erheblicher Verschleiß der eingesetzten «Stoßdämpfer»:

  • Institutionelle und private Investoren können kaum noch Renditen erzielen, um zumindest die Inflation auszugleichen. Der notwendige Aufbau einer Altersvorsorge stellt breite Bevölkerungsschichten vor erhebliche Probleme. Gleichzeitig führt die Niedrigzinspolitik zu überhitzten Immobilienmärkten – ein Szenario, wie es nach 2001 zur Finanzmarktkrise geführt hat.
  • Speziell in Europa hängen zahlreiche Länder von der Finanzierung durch die Staatengemeinschaft ab. Damit verbunden sind drastische Einschnitte in die jeweiligen Sozialsysteme, was nicht zuletzt zur politischen Destabilisierung beigetragen hat.
  •  Die mit Basel III verbundenen Belastungen durch die Veränderung der Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften haben – in Verbindung mit der Niedrigzinsphase und dem gleichzeitigen Umbruch durch die Digitalisierung – auch über Jahrzehnte erfolgreiche Geschäftsmodelle vieler Kreditinstitute in Frage gestellt.

Ein Jahrzehnt nach dem Krisenausbruch sind die weltwirtschaftlichen Perspektiven daher unklarer denn je: Wie lange werden die Notenbanken an der Niedrigzinspolitik festhalten? Wohin führt der neue, insbesondere von den usa ausgehende Protektionismus? Welche Zukunft hat der Euro? Kommt es in der Bankenregulierung zu einer Einigung auf Basel iv oder droht auch hier die Wiederbelebung nationaler Alleingänge? Wenn in den letzten Monaten vielfach vor einem Wiederaufflammen der Krise gewarnt wird, ist es Zeit zu fragen: «Zehn Jahre Finanzmarktkrise – was haben wir gelernt?»

Diese Fragen diskutierte Prof. Dr. Stephan Paul mit dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank und Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank, Dr. Jens Weidmann.Mit über 700 Interessierten aus Wissenschaft und Praxis war der Hörsaal bis auf den letzten Platz belegt.

3. CFS-Schmalenbach-Lecture

  • "Digitale Transformation eines diversifizierten Industrieunternehmens – am Beispiel thyssenkrupp"

3. CFS-Schmalenbach-Lecture 2016 267x200 

  • Dr. Reinhold Achatz, Head of Corporate Function Technology, Innovation & Sustainability, thyssenkrupp AG
  • 12. Juli 2016
  • Center for Financial Studies, Goethe Universität Frankfurt

1. ikf-Schmalenbach-Lecture

  • 6. Juni 2016 / 10.00 Uhr

  • Ruhr-Universität Bochum / HZO-10 
  • Digitalisierung, Industrie 4.0 und Zukunft der Unternehmensfinanzierung

Am 6. Juni 2016 fand die Premiere der Veranstaltungsreihe ikf°Schmalenbach-Lecture im HZO 10 der RUB statt. Der Hörsaal war über die Plätze hinaus gefüllt mit Studierenden, Praktikern und weiteren Interessierten. Ulrich Grillo, Prof. Dr. Michael Henke und Christian Sewing, als führende Köpfe aus Industrie, Wissenschaft und Banking, diskutierten unter der Moderation von Prof. Sr. Stephan Paul angeregt zum hochaktuellen Veranstaltungsthema „Industrie 4.0“.
In der Podiumsdiskussion der Veranstaltung wurde unter anderem die Entwicklung eines Supply-Chain Kredites diskutiert, der aufgrund der steigenden Vernetzung der Wirtschaft darauf ausgerichtet ist, Finanzierungsbedarfe entlang der gesamten Wertschöpfungskette abzudecken. Gleichzeitig sieht sich das traditionelle Kreditgeschäft von Banken allerdings mit der Herausforderung konfrontiert, dass die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände immer stärker in den Fokus der zu treffenden Kreditentscheidungen tritt. Zuletzt ist die Konkurrenz seitens der Fintechs außerdem ein weiterer Einflussfaktor der die Unternehmensfinanzierung in der Industrie 4.0 in Zukunft mitbestimmen wird.
Warum „Industrie 4.0“ radikale Umwälzungen für die Geschäftsmodelle nahezu aller Branchen und damit eben auch der Kreditbranche mit sich bringt, die angemessen radikal auf die bereits stattfindenden und kommenden Umwälzungen in Logistik und Produktion ihr Produktportfolio überdenken müssen, erörtert Stephan Paul zudem in einem Artikel in der FAZ vom 6. Juni 2016, zeitlich passend zur vorangegangenen Veranstaltung.

  • Impulsvortrag  Ulrich Grillo / Präsident / Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
  • Podiumsdiskussion
    Ulrich Grillo
    Christian Sewing / Mitglied des Vorstands / Deutsche Bank AG
    Prof. Dr. Michael Henke / Lehrstuhl für Unternehmenslogistik / TU Dortmund
  • Moderation  Prof. Dr. Stephan Paul / Lehrstuhl für Kreditwirtschaft / Ruhr-Universität Bochum

2. CFS-Schmalenbach-Lecture

  • "Digitale Ökosysteme - die digitale Revolution transformiert die Versicherung"
  • Dr. Christof Mascher, Mitglied des Vorstands, Allianz SE
  • 7. Dezember 2015
  • Goethe Universität Frankfurt

1. CFS-Schmalenbach-Lecture

  • "Bank der Zukunft - wie Digital Natives die Finanzbranche verändern"
  • Stefan Krause, Mitglied des Vorstands, Deutsche Bank AG, Präsident der Schmalenbach-Gesellschaft
  • 1. Juni 2015
  • Goethe-Universität Frankfurt

New technologies increasingly find their way into the financial industry and challenge the traditional business model of banks. On 1 June, in a lecture at the Center for Financial Studies at Goethe University Frankfurt, Stefan Krause, member of the management board of Deutsche Bank and President of the Schmalenbach-Gesellschaft, explained how banks could react to the growing digitalization and respond to the requirements of digital natives.

“The digitalization of the banking industry is still at its very beginning,” Krause said. Profound changes across many areas are necessary to keep up with technological progress. Up to now, banks have been the most important players in the banking sector, Krause pointed out, but newly established FinTechs (financial technology firms) are increasingly competing with traditional banks. The business models of FinTechs have been digital-oriented right from the start, these firms understand how to effectively use the possibilities provided by the internet to translate the ideas and needs of digital natives into concrete solutions. This is an advantage because the new tech-savvy generation processes their banking transactions more and more online using mobile devices. Nevertheless, Krause believes that traditional banks will continue to play an important role in the financial sector, however not in their present form.

Krause requested from banks to adjust their business models and to make progress in the area of digitalization. Digital channels have to be used more efficiently and should be integrated in existing processes. It is foreseeable that, in the future, financial institutions have to make more use of individual data to get in touch with their customers and to offer them personalized solutions, he said. The bank of the future needs to actively contact its customers because fewer and fewer customers physically visit a bank’s branch to inform themselves. According to Krause, traditional banks have an advantage compared with FinTechs in this context because customers trust traditional banks more when it comes to dealing with sensitive financial data.

The new digital banking industry will also provide new challenges for bank employees and managers, Krause explained. The classical bank employee will increasingly become a financial optimizer. Universities have to prepare their graduates for the changing work environment, he demanded.

Kontakt Geschäftsstelle

sg@schmalenbach.org
T +49 2234 480097
F +49 2234 480005

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